Veranstaltungsreihe “München global engagiert” (Juli 2020 – März 2021)

Der 2018 begonnene intensivere Austausch und die Zusammenarbeit im Bereich kommunale Entwicklungszusammenarbeit und Globales Lernen zwischen MORGEN und wichtigen Partnern aus Zivilgesellschaft und Landeshauptstadt werden weitergeführt. Nach der erfolgreichen gemeinsamen Fachtagung „München global engagiert“ , die am 16. November 2018 im EineWeltHaus stattfand, organisiert MORGEN e.V. 2020 eine weitere Veranstaltungsreihe gemeinsam mit dem Nord-Süd-Forum München e.V. und den Referaten für Arbeit und Wirtschaft und Bildung und Sport sowie dem Kulturreferat und dem Migrationsbeirat der Landeshauptstadt München.

Die mehrteilige Veranstaltungsreihe „München global engagiert: Ungleichheiten erkennen – gemeinsam mehr erreichen“ startet am 9. Juli 2020 und wird voraussichtlich mit der geplanten LIVE-Veranstaltung am 5. März 2021 enden. Die Reihe verdeutlicht, in welchen Bereichen eine Zusammenarbeit im Themenschwerpunkt Flucht, Migration und Kommunale Entwicklungszusammenarbeit (KEZ) auf kommunaler Ebene mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen (Migrant*innenorganisationen und Eine-Welt-Akteur*innen) möglich ist. Es werden Brücken geschlagen, Barrieren abgebaut und ein Perspektivenwechsel angeregt, mit dem Ziel, die Zusammenarbeit in diesem komplexen Bereich zu verbessern. Machtverhältnisse im Kontext von KEZ werden beleuchtet und es wird erörtert, wie diese die Bedingungen vor Ort beeinflussen und so Machtverhältnisse auf kommunaler Ebene in Deutschland reproduziert werden. Dabei werden auch postkoloniale und machtkritische Aspekte berücksichtigt.

Die Veranstaltungsreihe „München global engagiert: Ungleichheiten erkennen – gemeinsam mehr erreichen“ steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dieter Reiter. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Pädagogischen Institutes hier 

Online-Vortrag mit Diskussion am 14. Januar 2021

In ihrem virtuellen Impulsvortrag „Wie Rassismus aus Schulbüchern spricht: Schwarz-Weiß-Konstruktionen in der Schule“ geht Dr. Elima Marmer (Leiterin des EU-Projekts CHIEF, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg) der Frage nach, wie rassistisches Wissen durch Bildung reproduziert wird und sich in unserer Gesellschaft manifestiert. An Beispielen aus Schulbüchern und Interviews mit Jugendlichen und Lehrkräften wird deutlich, wie koloniale Kontinuitäten bis heute wirken. Auch Nord-Süd-Projekte sind davon betroffen.

In dem Vortrag mit anschließendem Gespräch mit Modupe Laja steht die Auseinandersetzung mit der Entstehung und den Auswirkungen von Kolonialrassismus. Wie kommt Rassismus ins Schulbuch? Wo haben sich rassistische Botschaften in Afrikabildern versteckt? Zudem werden Prinzipien, Strategien und Werkzeuge für die Praxis vorgestellt, mit deren Hilfe Bücher und Materialien rassismuskritisch geprüft oder selbst erstellt werden können.

Modupe Laja ist aktiv bei ADEFRA Collective – Schwarze Frauen in Deutschland (Ortsgruppe München) und Co-Autorin des Rassismuskritischen Leitfadens „zur Reflexion bestehender und Erstellung neuer didaktischer Lehr- und Lernmaterialien zu Schwarzsein, Afrika und afrikanischer Diaspora.“

Wann: am 14. Januar 2021, 18:00-19:30 Uhr
Wo: Zoom
Zusammenfassung der Veranstaltung auf Youtube

Online-Diskussion am 3. Dezember 2020
Unter dem Titel „Entwicklungszusammenarbeit auf lokaler Ebene – Schwierigkeiten, Grenzen, Potenziale“ diskutieren bei dieser Veranstaltung:

  • Modupe Laja, EineWeltHaus München e.V., ADEFRA Collective – Schwarze Frauen in Deutschland (Ortsgruppe München)
  • Kazeem Ojoye, Vorstand Nigerian Community Bayern e.V. und African Youth Enlightment Empowerment and Self-sustainability Initiative (AYESSI) e.V.
  • Sylvia Baringer, Referat für Gesundheit und Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Fachstelle Eine Welt
  • Kevin Borchers, Servicestelle der Kommunen in der Einen Welt (SKEW), Abteilung Migration und Entwicklung
  • Jakob Hoffmann, Referat für Arbeit und Wirtschaft, Internationale Kooperationen, Themenschwerpunkt Flucht und Entwicklung

Moderation: Dr. Pia Popal, Referat für Arbeit und Wirtschaft, Internationale Kooperationen, Themenschwerpunkt Flucht und Entwicklung

Welche Projekte der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit gibt es seitens der Münchner Stadtverwaltung? Welche Projekte setzen Migrant*innenorganisationen in München in Ländern des Globalen Südens um? Wie können Migrant*innenorganisationen künftig noch besser in laufende und neu zu entwickelnde Projekte eingebunden werden? Gibt es Hürden und Machtasymmetrien die einer möglichen Zusammenarbeit im Wege stehen? Wie könnten diese adressiert und überwunden werden? Diese und weitere Fragen diskutieren wir gemeinsam.

Im Vordergrund stehen dabei das gegenseitige Kennenlernen der Akteur*innen, Projekte und die kritische Reflexion. Mitglieder aus Migrant*innenorganisationen sind herzlich dazu eingeladen, ihre Aspekte in die Diskussion einzubringen

Wann: am 03. Dezember, 19:00 -20:30 Uhr

Wo: https://us02web.zoom.us/j/89484203083?pwd=OVdRZk04eUZRK1pidWhCMUFhdUZzQT09

Für die Teilnahme benötigen Sie eine stabile Internetverbindung, das Programm „Zoom“ sowie ein Mikrofon, um mit den Teilnehmenden zu kommunizieren. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig, allerdings ist die Anzahl der Teilnehmer*innen auf 100 Personen begrenzt.

Zweiter Impulsvortrag am 24. September 2020

24.9.2020, 19.00 – 20.30 Uhr: Europa und Entwicklungspolitik auf lokaler Ebene, Virtueller Impulsvortrag mit Diskussion, Dr. Pierrette Herzberger-Fofana, MdEP 

Impulsvortrag von Dr. Pierrette Herzberger

Bei der Veranstaltung sollen Ungleichheiten in der europäischen Entwicklungspolitik – auch aus einer postkolonialen, macht- und rassismuskritischen Perspektive – beleuchtet werden und wie sich diese eventuell auf lokaler Ebene in der Kommunalen Entwicklungszusammenarbeit wiederfinden. Zudem soll auch die Rolle migrantischer Organisationen als wichtige Akteur*innen betrachtet werden, welche Hürden sie vorfinden und wie sie gestärkt werden könnten.

Dr. Herzberger-Fofana ist seit 2019 Abgeordnete im Europäischen Parlament und dort u.a. erste stellvertretende Vorsitzende des Entwicklungsausschusses. Zuvor war sie von 2005 bis 2019 Stadträtin in Erlangen. Ihre Schwerpunktthemen als Europaabgeordnete sind u.a. Entwicklungspolitik, Frauenrechte sowie Anti-Rassismus und Vielfalt.

Weitere Informationen zu Frau Dr. Herzberger-Fofana finden sich hier: HIER

Die Teilnahme erfolgte via Zoom:

Zusammenfassung der Veranstaltung auf Youtube

Auftaktveranstaltung war am 9. Juli.2020

Zum Auftakt gab es einen virtuellen Impulsvortrag von Abdou Rahime Diallo (Fachpromotor für Entwicklungspolitik und Migration, Politikberater) mit anschließender Diskussion über historisch-globale Zusammenhänge und existierende Machthierarchien im Verhältnis Nord-Süd: „The World We Have & The World We Want“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zusammenfassung der Veranstaltung auf Youtube (mit Grußwort der 2. Bürgermeisterin Kathrin Habenschaden)

Weitere Veranstaltungen:

September 2020 – Februar 2021: Interaktive Web-Seminare zur Vertiefung
2 – 3 Vorträge bzw. Workshops mit wechselnden Referent*innen aus dem Bereich der EZ bieten
die Möglichkeit, verschiedene Aspekte des Themas vertieft zu behandeln. Die Teilnahme an stellt
keine Voraussetzung zur Teilnahme am Fachtag dar. Genaue Termine werden noch bekannt gegeben.5.3.2021 PRÄSENZFORMAT: Fachtag im Eine-Welt-Haus
Impulsvorträge, Workshops und Möglichkeit zu Austausch / Vernetzung.

Veranstalter: Eine Kooperationsveranstaltung des Referat für Bildung und Sport, Referat für Arbeit und Wirtschaft, Kulturreferat, Nord-Süd-Forum e. V., MORGEN e. V. in Zusammenarbeit mit dem Migrationsbeirat München.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe auch auf der Website des Pädagogischen Institutes hier